Mit Zuwächsen in allen Sparten hat die Raiffeisen Versicherung zwar einen guten Start ins Jahr 2009 hingelegt, allerdings verzeichnet man wegen der Wirtschaftskrise auch schon mehr Stornierungen, Rückkäufe und Prämienfreistellungen. Der Chef der Uniqa-Tochter, Christian Sedlnitzky, geht davon aus, dass diese Tendenz wegen der wachsenden Arbeitslosigkeit noch zunehmen wird: "Ich glaube, dass das zweite Halbjahr schwierig wird", sagte Sedlnitzky anlässlich eines Pensionsvorsorge-Symposiums in Dublin, Irland. Das Wifo prognostiziert der Raiffeisen Versicherung 2009 aber durchwegs stärkere Zuwächse als der Gesamtbranche. Eine anhaltend hohe Bedeutung kommt dabei dem Bankenvertrieb zu.
Im Jänner und Februar erzielte man ein Prämienplus von 6,1 Prozent auf 115,8 Mio. Euro. Dabei betrug der Anstieg in Leben 5,6 Prozent auf 95 Mio. Euro, wobei es sowohl bei klassischen Produkten als auch indexgebundenen Garantie-Einmalerlägen Ausweitungen gegeben habe, wie Sedlnitzky vor österreichischen Journalisten berichtete. In der Unfallversicherung legte man 9,2 Prozent zu, in der Sachversicherung um 16,8 Prozent und in Auto um 5,3 Prozent, jeweils deutlich über den Marktprognosen der Branche. Besonders erfreulich sei das Plus in dem in der Branche insgesamt schrumpfenden Kfz-Geschäft. Als Zusatz zur Auto-Haftpflicht bietet Raiffeisen - als Novum am Markt - für nur 6,24 Euro im Monat einen Lenkerschutz für den schuldtragenden Fahrer.
In der Lebensversicherung steht bei den Kunden wegen der Finanz- und Wirtschaftskrise nun die Sicherheit in der Veranlagung an erster Stelle nach dem Motto "Lieber etwas weniger Rendite, die aber sicher". Die Gesamtverzinsung ist hier um ein Viertel Prozent auf 4 bis 4,75 Prozent gesenkt worden.
Für die Prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge verlangt die Raiffeisen Versicherung eine Senkung der Mindest-Aktienquote auf 25 Prozent in einer 10-jährigen Durchrechnung sowie die Öffnung für Einmalerläge und auch für die Pflegevorsorge. "Die Pflege wird das grosse Thema der nächsten zehn Jahre werden. Wir haben Produkte dafür", so Sedlnitzky. Bald werde jeder vierte Österreicher über 60 Jahre alt sein. Um die Vorsorge-Dichte erhöhen zu können, sollte auch der - seit 1975 unveränderte - Steuer-Freibetrag gemäss § 3 Abs. 1/15a EStG von derzeit 300 auf 840 Euro jährlich angehoben werden.









