Die Investoren, die während der Sommerruhe aktiv sind, kaufen scheinbar gut gelaunt Indexfonds aller Klassen. Das ist jedenfalls der Eindruck verschiedene Market Maker im Handel mit ETFs quer durch Europa. "Generell sehen wir Käufer, nur vereinzelt kommt es zu Gewinnmitnahmen", fasst Bernardus Roelofs von Flowtraders die Woche im Handel mit ETFs zusammen. Einen kleinen Schwerpunkt gebe es derzeit bei Immobilien-ETFs, berichtet die Deutsche Börse.
Thema der Woche ist für viele Investoren der Immobiliensektor. Wie Hamme berichtet, findet die Branche bei den Investoren wieder Gnade - und zwar unabhängig von den Regionen. "Europäische, asiatische und globale ETFs werden in den vergangenen Tagen massiv nachgefragt." In der Immobilienbranche deute sich eine Stabilisierung an, nachdem seit vielen Monaten die Häuserpreise massiv gefallen seien. So ist zum Beispiel der Case Shiller 20 Städte-Index, der die Preise in den wichtigsten US-Metropolen umfasst, im Mai mit 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat erstmals seit Juni 2006 wieder leicht angestiegen. Es werde immer wahrscheinlicher, dass sich die Phase der starken Preisrückgänge am US-Wohnimmobilienmarkt langsam ihrem Ende zuneige, schreiben die Volkswirte der DekaBank in einem Marktbericht. "Der Preisverfall scheint einen Boden gefunden zu haben, es wird wieder von vermehrtem Baubeginn berichtet. Grund für viele Investoren dieses Thema zu spielen", mutmaßt Hamme.
In der allgemein entspannten Stimmung finden Anleger derzeit wenig Gefallen an Technologie-ETFs. Gregor Hamme vermutet einen Grund in den unterdurchschnittlichen Zahlen, die Nokia abgeliefert hat: "Das zieht die gesamte Branche in den Fokus der Investoren und lässt sie vermutlich wenig Gutes für die nächste Zeit erwarten."
Musik spielt in Lateinamerika
Bei Schwellenländer-ETFs liegt das Interesse der Investoren vornehmlich auf Lateinamerika und besonders auf Brasilien. In Asien dagegen lag der Fokus vor allem auf dem Hang Seng. Hier sei der Treiber die Aktie der HSBC, die in dem Hongkonger Index ein starkes Gewicht habe, berichtet ein Händler. Die Bank hat gestern Zahlen vorgelegt und besser abgeschnitten als Analysten erwartet hatten.






