Marc Faber hat am 15. März wieder ein Interview auf CNBC gegeben (http://friendfeed.com/ ). Die wichtigsten Aussagen haben wir zusammengefasst:
Japan:
Alle Aktien- und Rohstoffmärkte waren für eine Korrektur fällig, da sie sich seit 2009 verdoppelt haben. Somit hätte jedes Ereignis dafür der Auslöser sein können. Das Desaster in Japan erfordert für den Wiederaufbau große Ausgaben, was inflationsfördernd in Japan wirken wird, negativ für Anleihen ist, aber positiv für den japanischen Aktienmarkt. Langfristig wird dies aber sehr negativ für den Yen sein. Kurzfristig kann der Yen zuerst wegen der Repatriierung von Geldern steigen. Der große Aktien-Sell-Off ist eine Investment-Gelegenheit in japanische Aktien, aber wenn es einen Meltdown gibt, ist alles möglich. Bevor wir wissen, ob es einen nuklearen Meltdown gibt, können ein oder zwei Monate vergehen, offen ist auch, ob es ein noch stärkeres Erdbeben geben wird.
FED:
Was Bernanke anbelangt, wird dieser weiter Geld drucken; wenn der amerikanische Aktienmarkt fällt, es wird ein QE 3 und 4 und 5 und 6 ... und 18 geben. Bernanke versteht nicht viel von der Weltwirtschaft, aber er verfolgt vermutlich jeden Tag den S&P-Index.
Aber ich möchte eines ganz klar sagen: Bis vor kurzem hatte die FED wenig Kritik, erst in den letzten Monaten gab es vermehrte Kritik am Gelddrucken. Wenn aber nun der S&P 20% fällt, werden alle Kritiker schweigen und bei den Gelddruckmaßnahmen der FED wieder Beifall klatschen.
Rohstoffe:
Bei den Commodities ist zu beachten, dass wir viele verschiedene haben, die sich in einer unterschiedlichen Lage befinden. Ein nuklearer Meltdown wäre leicht positiv für Öl und Kohle und negativ für Uran. Öl ist unter Risiko-Ertragsaspekten ein sehr interessanter Rohstoff. Ist man positiv auf die Wirtschaft gestimmt, dann wird Öl wegen der Nachfrage aus den Entwicklungsländern, dem erhöhten Bedarf der Industrieländer und dem Wiederaufbau in Japan profitieren. Sieht man das Szenario wie ich negativ, dass alles zusammenbricht, der 3. Weltkrieg ausbricht, dann wird das Angebot zusammenbrechen und der Preis ebenfalls steigen. Aber ich möchte anmerken, wenn der Ölpreis auf 200 steigt, dann wird es eine Ölgewinnsteuer durch die USA geben.
(cr)






