Die US-Notenbank steht nach den Worten eines führenden Fed-Mitglieds bereit, bei Bedarf die geldpolitischen Zügel wieder anzuziehen. Wenn sich die Wirtschaft schliesslich erhole und die Zeit reif sei, habe die Federal Reserve die Mittel dazu, sagte San Franciscos Fed-Chefin Janet Yellen am Dienstag. "Und wir haben den Willen, sie zu benutzen."
Yellen bekräftigte die Absicht der Fed, die Preisstabilität zu sichern. Sorgen bereiteten derzeit allerdings eher die Schwäche des Arbeitsmarktes und der Druck auf die Löhne. Es gebe aber erste klare Zeichen für eine möglicherweise bevorstehende Erholung. Sie werde jedoch nur langsam in Gang kommen, und der Konsum bleibe noch eine Zeit lang schwach.
China hat indes die USA bei einem bilateralen Gipfel in Washington ermahnt, sorgfältig mit dem Einsatz grosser Mengen von Dollar zu sein. Vize-Ministerpräsident Wang Qishan sagte am Dienstag bei einem Treffen mit dem amerikanischen Finanzminister Timothy Geithner, die USA sollten "die Auswirkungen des Dollar-Angebots auf die einheimische Wirtschaft und die Weltwirtschaft als Ganzes richtig ausbalancieren und korrekt bewältigen".
Wang kündigte an, China werde seinerseits mehr tun, um die Inlandsnachfrage zu stärken. Geithner sagte zu, sich für eine grössere Rolle Chinas bei IWF und Weltbank einzusetzen.
China ist der grösste Gläubiger der USA mit 802 Milliarden Dollar an amerikanischen Staatsanleihen. Die US-Regierung verlässt sich auf den weiteren Kaufwillen der Regierung in Peking, um das erwartete Haushaltsdefizit von 1,8 Billionen Dollar in diesem Jahr zu finanzieren. Der chinesische Notenbankchef Zhou Xiaochuan sagte, über den Status des Dollar als Weltreserve-Währung habe es keine ausführlichen Gespräche gegeben.
Auf dem zweitägigen Gipfel haben hochrangige Politiker beider Staaten seit Montag einen Austausch bei den Themen Wirtschaft, Politik sowie Umwelt- und Klimaschutz gesucht. (apa)






