=> About: Robert Gillinger, Herausgeber foonds.com, Leitung Geldanlage , Börse Express. Weitere Beiträge
- Da haben wir sie wieder, die Staatsschuldenkrise Europas: Die slowakische Ministerpräsidentin Iveta Radicova warnt vor einem möglichen Zahlungsausfall Griechenlands. Und Moody’s stuft nach Griechenland nun auch die Zahlungsfähigkeit Spaniens schlechter ein.
Für den Fall der Fälle sollten die Länder der Eurozone Regeln vorbereiten, sagte Radicova zu Reuters. Die Griechenland und Irland auferlegten Zinsen seien hoch. Sie sehe kein Problem darin, die Kreditbedingungen einschliesslich der Fälligkeit zu lockern. Gleichzeitig sollte sich Europa aber auch auf eventuelle Zahlungsunfähigkeiten einstellen. Ihrer Meinung nach könnten sich die EU-Regierungschefs auf dem Euro-Gipfel am Freitag bereits vorläufig auf eine Ausweitung des Rettungsschirms EFSF einigen. Moody’s senkte die Bonitätsnote für Spanien von Aa1 auf Aa2, der Ausblick ist negativ. Moody's begründete den Schritt mit dem hohen Finanzierungsbedarf des Landes und den Kosten für die Reform des Bankensektors. Es sei zudem kurz- und mittelfristig nur ein moderates Wirtschaftswachstum zu erwarten und Spanien sei noch immer in hohem Masse anfällig für Störungen an den Finanzmärkten. Zuletzt hatte auch Fitch den Ausblick für Spanien auf negativ herabgestuft.
Klar, was da am Anleihenmarkt passiert: Sichere Häfen wie Deutschland und Österreich sind gesucht. Die Rendite deutscher 10jähriger Staatanleihen fiel um vier Basispunkte (BP) auf 3,245 Prozent, Österreich um 3 BP auf 3,695. Der Spread ist damit zwar deutlich geringer als zu Zeiten, in denen ein paar Volkswirte-Gurus so etwas wie die nahende Pleite Österreichs an die Wand malten, im historischen Kontext aber weiter viel. Heisst: In Zeiten wahrscheinlich steigender Renditen braucht man nicht unbedingt eine Übergewichtung in Anleihen - was Starfonds-Manager Bill Gross von US-Treasuries hält, unter http://www.foonds.com/ -, der vorbleibende Portfolio-Teil (ganz ohne geht es aus Gründen der Diversifikation ja ohnehin nicht) kann aber dafür ruhig ein Übergewicht in österreichischen Papieren haben. Die bringen einfach mehr als deutsche, bei vergleich-
barem Risiko.
- Der Fachverband Finanzdienstleister hat eine Checkliste für Anlageprodukte erarbeitet - mehr unter http://wko.at/ Gold gibt es unter http://www.wko.at/ Anpassungs-/Konvertierungsbedarf bei FX-Krediten unter http://www.wko.at/
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