Jim Rogers gab CashTV ein 7-minütiges Interview (http://www.cash.ch/
)
Seine Kernaussagen:
Nahost + Öl:
Jim Rogers sieht die Lage in Nahost als ziemlich besorgniserregend. Er rechnet mit höheren Ölpreisen, vermehrt politischen Unruhen in den nächsten Jahren und den Sturz einiger weiterer Regierungen. Wenn es zu Unruhen oder Krieg kommt und arabische Regierungen gestürzt werden, dann geht der Ölpreis durch die Decke, auf 150 oder gar 200 Dollar je Barrel. Auch wenn sich die Lage wieder beruhigt, werden die Ölpreise wegen der Knappheit längerfristig weiter zulegen.
Gold:
Rogers hat in den letzten Wochen kein Gold verkauft. Er rät entschieden davor ab, Gold zu verkaufen, wenn man investiert ist, und empfiehlt vielmehr bei jedem Rückgang nachzukaufen. Gold wird in den nächsten 10 Jahren weiter an Wert zulegen.
Zugekauft hat er allerdings zuletzt nicht.
Währungen:
Die chinesische Währung, die allerdings schwierig zu handeln ist, ist eine der besten Anlagen, die Rogers kennt.
Zum Euro: „Ich habe Euros und werde sie halten, denn die EZB hat ihren Job besser gemacht als die FED, aber ich glaube nicht, dass es den Euro in 10 bis 15 Jahren noch gibt.“
Die Dollars, die er noch hält, möchte Rogers in eine Rallye hinein wieder verkaufen.
Den Schweizer Franken wird es anders als Euro und Dollar auch in 10 oder 110 Jahren noch geben.
Rohstoffe:
Alle Commodities sind billig. Silber 45% unterm Höchst, Zucker 50%, das heißt nicht, dass man übereilt dort einsteigen sollte, wo die Preise gerade hochgeschossen sind. Zucker ist in den letzten Jahren 600% gestiegen, aber notiert immer noch 50% unter dem Alltime-High - er ist 50% billiger als 1974.
Rohstoffe haben sich in der letzten Dekade 10x so gut entwickelt wie Aktien. Sie profitieren von Unruhen, Chaos an den Märkten und ihrer Knappheit und Lebensnotwendigkeit. In rohstoffnahe Aktien zu investieren, ist nur erfahrenen Stockpickern zu empfehlen. Besser ist es, direkt in die Rohstoffe zu investieren.
Passive oder aktive Investments:
Passive Investments sind für viele Leute der bessere Weg, das belegen zahlreich Studien.
Unerwartete Ereignisse:
Noch mehr Regierungen werden stürzen, noch mehr Unternehmen pleite gehen. Man sollte als Anleger seine Hausaufgaben machen und sehr vorsichtig sein.
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