Hedgefonds sehen bei Kakao- Futures die grössten Gewinnchancen seit annähernd sechs Monaten. Grund sind die politischen Unruhen in der Elfenbeinküste, dem grössten Kakaoproduzenten weltweit. In der Woche zum 25. Januar haben Hedgefonds und Vermögensverwalter ihre Netto-Kaufpositionen annähernd verdoppelt auf 15.366 Terminkontrakte und Optionen, zeigen Daten der US-Terminmarktaufsicht Commodity Futures Trading Commission vom 28. Januar.
Seit der umstrittenen Wahl in der Elfenbeinküste am 28. November ist der Kakaopreis um 17 Prozent geklettert. Die Wahl brachte dem afrikanischen Land zwei Präsidenten, den aus der Wahl als international anerkannter Sieger hervorgegangene Alassane Ouattara sowie seinen Vorgänger Laurent Gbagbo, der sich selbst zum Sieger erklärt hat. Outtara hat die Ausfuhr von Kakao untersagt, um die Finanzierungsmöglichkeiten für Gbagbo zu verringern.
Vergangene Woche war der Kakaopries auf ein Jahreshoch gestiegen. “Die Befürchtungen hinsichtlich des Angebots bleiben hoch”, erklärte Sterling Smith, Analyst bei Country Hedging Inc. in St. Paul, Minnesota. “Der Markt ist sehr optimistisch für den Kakaopreis.” Das Ausfuhrverbot in der Elfenbeinküste dürfte den Kakaopreis bis auf 3.720 Dollar je Tonne hoch treiben, zeigt eine Bloomberg-Umfrage unter sechs Analysten. Das wäre der höchste Stand seit Januar 1979. Am Freitag verbilligte sich der Kakao-Kontrakt zur Lieferung im März an der ICE Futures U.S. in New York 2,4 Prozent auf 3.277 Dollar je Tonne. Für die vergangene Woche kommt der Preis immer noch auf ein Plus von 2,9 Prozent. Es ist die dritte Woche in Folge mit einem Preisanstieg.
(Bloomberg)






