Der Wiener Rentenmarkt hat sich am Donnerstag am späten Vormittag ohne klare Richtung gezeigt. Mit Spannung erwartet wird die am Nachmittag anstehende Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Analysten der HSH Nordbank erwarten im Vorfeld aber keine weiteren expansiven Massnahmen der Notenbanker.
"Die in der Eurozone notwendigen Haushaltskonsolidierungen, die die konjunkturelle Erholung abbremsen dürften, sollten aber auf der anderen Seite allzu frühe Zinserhöhungen verhindern", schreiben die Experten in einem Kommentar. Unterstützt werden dürfte der Anleihenmarkt weiter von den zuletzt schwach ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten und der Herabstufung der Kreditwürdigkeit Irlands durch die Ratingagentur Fitch.
Heute um 12:10 Uhr notierte der marktbestimmende Dezember-Kontrakt des Euro-Bund-Future an der Eurex Deutschland in Frankfurt mit 131,63 um 39 Ticks unter dem letzten Settlement von 132,02. Die Eröffnung lag bei 131,81, das bisherige Tageshoch bei 131,89, das Tagestief bei 131,52. Die Tagesbandbreite umfasst bisher also 37 Basispunkte. Der Handel verläuft bei durchschnittlichem Volumen. In Frankfurt wurden bisher etwa 807.123 Dezember-Kontrakte gehandelt.
Die Rendite der 27-jährigen heimischen Bundesanleihe lag heute früh bei 3,32 (zuletzt: 3,29) Prozent mit 46,5 (46,7) Basispunkten (BP) über jener der vergleichbaren deutschen Emission, die letzte zehnjährige Bundesanleihe rentiert mit 2,72 (2,70) Prozent 56,1 (57,2) BP über, die letzte fünfjährige mit 1,75 (1,76) Prozent 31,3 (35) BP über und die letzte zweijährige lag mit 0,96 (0,97) Prozent 16,7 (19,9) BP über der deutschen Zinskurve. (APA)






