Neue Details zu den Liechtenstein-Stiftungen von Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, die von der Justiz und Finanz durchleuchtet werden, berichtet der "Standard" (Freitagausgabe). Demnach gründete Grasser in Liechtenstein im Jahr 2007 für sein Vermögen eine Stiftung, die ihrerseits wieder eine Stiftung gründete - seine Stiftung ging also stiften.
Die komplexe Stiftungslösung sei von Deloitte erarbeitet und 2009 bei der Finanz erklärt worden. Die laufende Steuerberatung Grassers werde aber von Ernst & Young erledigt. Nun habe Deloitte der Staatsanwaltschaft eine Stellungnahme vorgelegt, um die Stiftungskonstruktion zu erläutern. Deloitte habe zwar die "rechtliche Strukturierung" erarbeitet, "wir haben aber kein umfassendes Bild von den Vermögensverhältnissen Grassers", so der Sprecher der Unternehmensberatung zum "Standard".
Grasser weist den Vorwurf der Steuerhinterziehung zurück. Er habe sein bei der Meinl Power Management (MPM) - die Managementgesellschaft der Meinl International Power (MIP) - verdientes Geld in die Stiftung eingebracht und alles ordnungsgemäß versteuert. Laut "Falter" handelt es sich um drei Millionen Euro. Am 11. November 2010 wurde ein Finanzstrafverfahren gegen Grasser eröffnet. Es gilt die Unschuldsvermutung.
(APA)






