Mehr als zwei Jahre nach dem Beinahe-Kollaps der kleinen Constantia Privatbank ist das Kapitel auch für Aufsicht und Garantiegeber erledigt. Die von der Immofinanz erworbene "Aviso Zeta", die Bad Bank der alten Constantia Privatbank, hat ihre Konzession zurückgelegt. Die Gesellschaft, in der Altlasten geparkt wurden, ist damit keine Bank mehr. "Eine erfolgreiche Methode einer Abwicklung ohne einen Steuercent", sagte Helmut Ettl, Vorstand der Finanzmarktaufsicht (FMA), am Montag zur APA.
Im Oktober 2008 musste die vor allem im Fondsgeschäft aktive Constantia Privatbank vor dem Konkurs bewahrt werden. Die Großbanken (Bank Austria, Erste Group, RZB, ÖVAG, BAWAG) haben damals nach dem existenzbedrohlichen Abzug von einigen hundert Millionen Euro auch aus dem Umfeld der Alt-Eigentümerin die Privatbank der Turnauer-Erbin Christine de Castelbajac mit einer Liquiditätsspritze von 400 Mio. Euro inklusive Staatshaftung retten müssen. Weitere 50 Mio. Euro schoss die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) ein. Die fünf Großbanken wurden via Zweckgesellschaft vorübergehend Eigentümer der Constantia-Bank.
Die Bank wurde schließlich zerlegt, der "gute Teil" im Frühjahr an eine Gruppe um die Unternehmer Grossnigg, Haselsteiner und Krassny verkauft. Sie wird seither als "Semper Constantia Privatbank AG" geführt.
(APA)






