Das heimische Volksbanken-Spitzeninstitut ÖVAG will nächstes Jahr bereits 400 Mio. Euro Staatshilfe zurückzahlen und sich das zusätzliche Kapital dafür über ein "bilanztechnisches Verfahren" besorgen, bei dem kein frisches Geld in die Hand genommen werden muss, berichtet das "WirtschaftsBlatt" (Dienstag-Ausgabe). Bisher wurde davon ausgegangen, dass die Österreichische Volksbanken AG 2011 von der geliehenen Milliarde 300 Mio. Euro refundieren wird. Seitens der Bank werde darauf hingewiesen, dass es noch keine Beschlüsse zu dieser Rückzahlung gebe, so der Bericht.
Zur APA bekräftigte man am Dienstag seitens der ÖVAG, dass es - schon länger - den Plan gebe, 300 Mio. Euro im kommenden Jahr abzuzahlen. Über Modalitäten dazu werde man aber erst 2011 mit den ÖVAG-Eigentümern diskutieren. 2010 sei das noch kein Thema. Es gebe einen Vertrag mit der Republik zur Abschichtung der Bundes-PS, und diesen Vertrag wolle man einhalten.
Für Dezember wird vom ÖVAG-Aufsichtsrat wie berichtet eine Weichenstellung für den Verkauf der Ost-Sparte erwartet. Die Bank werde ihren 51-prozentigen Anteil an der Volksbank International (VBI) nächstes Jahr veräußern, so die Zeitung. Als Käufer stünden die beiden Miteigentümer DZ Bank und die französischen Volksbanken bereit, die je 24,5 Prozent an der VBI halten. Die Ost-Holding werde "in der Volksbanken-Familie bleiben", wird ein "Insider" zitiert. Zur APA hieß es lediglich, zur VBI prüfe man prinzipiell alle Optionen.
(APA)






